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Oliver im Homeoffice

Oliver im Homeoffice

Oliver im Homeoffice

News vom 30.09.2021

Wie sieht eigentlich so ein Tag im Home-Office aus, wenn man Azubi zum Sport -und Fitnesskaufmann beim Hochschulsport der Freien Universität Berlin ist?

Um diese Frage beantworten zu können, gebe ich Euch einen kleinen Einblick, in meinen derzeitigen Arbeitsalltag.  

 

Mein Name ist Oliver, ich bin 20 Jahre alt, befinde mich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr und war, so wie viele andere Arbeitnehmer*innen in Deutschland, von November bis August praktisch ununterbrochen im Home-Office. Nur vereinzelt verlor sich jemand aus unserem Team in unser Büro und erfreute sich an der gähnenden Leere in der Villa an der Königin-Luise-Straße 47. Nun ist es September und langsam, aber sicher, kehrt wieder so etwas, wie ein geregeltes Büroleben zurück.

Mein Wecker läutete über sechs Monate lang um 7:30 Uhr, statt 5:55 Uhr, was einer der Vorteile am Home-Office ist. Generell lässt sich sagen, dass die gewonnene Flexibilität ein positiver Nebeneffekt ist.

Lediglich an vereinzelten Tagen, wenn etwas Besonderes im Büro anstand, blieb das Klingeln des Weckers bei 5:55 Uhr. 

Raus aus dem Bett, ran an den Schreibtisch. Dieses Motto begleitet nun schon fast meine gesamte Ausbildungszeit.

Am 01.09.2020 hat meine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann begonnen, – mitten auf dem Weg in den 2. Lockdown – konnte ich zwei Monate die Vorzüge eines belebten Büros kennenlernen. Gelächter hier, interessante Gespräche dort, in der ZEH ist es niemals still. Sportliche Betätigung, wie das interne Tischtennisturnier oder der gemeinsame 5km-Lauf für die Campus Run online Challenge in der Mittagspause, machen unser Arbeitsleben aus. Doch nicht nur in der Geschäftsstelle fühlten sich die ersten Monate wie ein normaler Ausbildungsbeginn an. Auch in der Berufsschule konnte ich mich in einer neuen Klasse einleben, neue Kontakte knüpfen und gebannt dem Unterricht folgen. 

Doch im November 2020 veränderte sich alles. Nun standen Home-Office und Home-Schooling auf dem Tagesplan. Wieder neue Prozesse, an die ich mich erstmal gewöhnen musste. 

 

Seit Anfang August 2021 geht es zumindest leicht bergauf. Ich bin endlich wieder des Öfteren in der Geschäftsstelle. Da macht das Arbeiten gleich viel mehr Spaß. Auch das Lernen in der Berufsschule wurde langsam besser. Im Frühjahr durften wir in den Präsenzunterricht zurückkehren. Anfänglich nur im Wechselunterricht, was natürlich besser als nichts war. Nach den Sommerferien hieß es dann wieder: normal, in voller Klassenstärke. Da kam es auch mal vor, dass man einige Mitschüler*innen gar nicht mehr erkannte, nach so langer Zeit im Home-Schooling.

Aber zurück zum Schreibtisch, es ist 8 Uhr in der Früh. Das heißt: Laptop hochfahren, anmelden und parallel mein Frühstück genießen. Die ersten Schritte sind E-Mails checken und die Aufgaben für den heutigen Tag strukturieren. Die Beantwortung der E-Mails, die Ihr uns schreibt, sowie die Arbeitsaufträge, die ich von meinen Kolleg*innen bekomme, decken den Vormittag ab. Dadurch vergeht dieser wie im Flug. Meistens macht sich dann mein Bauch bemerkbar, der nach Essen schreit. Typisch Azubi, stelle ich mich nicht täglich hinter den Herd, mal muss auch einfach eine Tiefkühlpizza herhalten. Gestärkt gehe ich so in die zweite Arbeitshälfte. Diese besteht weiterhin aus Arbeitsaufträgen, E-Mails, Telefonaten und kreativen Ideen. Das wöchentliche Online-Meeting mit den anderen Auszubildenden und meinen Ausbildern stellen genauso, wie die im Home-Office hervorgerufene freiwillige digitale „Kaffeepause“ eine angenehme Abwechslung dar. So kann man sich auch mal über Privates austauschen.

Doch irgendwann werde auch ich müde und sehne mich dem Feierabend entgegen, was bei mir „raus an die frische Luft“ bedeutet. Egal ob bei einem längeren Spaziergang, bei einer kleinen Laufrunde oder auch einfach in der Sonne sitzen. Diese Dinge sind für mich ein wichtiger Ausgleich für das stundenlange Sitzen in den eigenen 20qm. 

Abends den ein oder anderen Film schauen oder mit Freunden/Familie telefonieren und schon ist es Zeit schlafen zu gehen und sich auf den nächsten Home-Office-Tag zu freuen.

 

Abschließend bleibt die Erkenntnis, dass ich nach einem dreiviertel Jahr Ausbildung, bei der es hauptsächlich um Sport geht, leider noch nicht unser Fitnessstudio im vollen Betrieb gesehen habe, was definitiv eine Herausforderung in den nächsten Monaten für mich darstellen wird.

Doch ist diese Herausforderung erst einmal bewältigt, freue ich mich auf die vielfältigen Aufgaben, die auf mich zukommen werden. Den Trainierenden im Fitnessstudio Hinweise geben, Trainingspläne aufstellen, Veranstaltungen planen und durchführen, an Videos mitwirken oder Kurse geben. Das sind die Inhalte, die ich in den restlichen Monaten meiner Ausbildung beim Hochschulsport noch intensiver kennenlernen werde. 

 

Da bleibt nur noch zu hoffen, dass ich mich endlich bald den beschriebenen Hauptinhalten meiner Ausbildung zuwenden kann und wieder mehr Leben in den Alltag vom gesamten UniSport-Team zurückkehrt.

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