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Von zwei kühlen Köpfen und viel Erfahrung

Universiade2017_Deutsche Delegation
Die deutsche Delegation bei der Universiade 2017 in Taipeh
Bildquelle: adh
Kirsten & Anne bei der Eröffnungsfeier der Universiade 2017
Die FU Berlin wird vor Ort vertreten durch Kirsten Stegemann und Anne-Sophie Schmidt, hier bei der imposanten Eröffnungsfeier.
Bildquelle: Kirsten Stegemann

„So cool wie das Event auch ist – man fährt dort hin, um seinen Wettkampf
zu machen.“ Mit der Judoka Anne-Sophie Schmidt (21) und Kirsten Stegemann
(31) vom UniSport-Team ist die Freie Universität Berlin gleich
zweifach bei der aktuell stattfindenden 29. Sommer-Universiade im taiwanischen
Taipeh vertreten. Sportlich und organisatorisch liegt also für die
deutsche Delegation einiges in diesen Tagen in FU-Händen. Und das mit
Recht: Beide haben eine große Portion Erfahrung mit im Gepäck. Wir haben
kurz nach der Ankunft noch einmal mit den beiden gesprochen.

News vom 18.08.2017

Es ist sehr heiß in Taipeh. Die Millionenstadt und zugleich Hauptstadt der
kleinen Insel im West-Pazifik meldet in diesen Tagen gefühlte 40 Grad im
Schatten. Für Urlaub und Erholung genau das Richtige. Aber zum Arbeiten
und Sport treiben? Da braucht es einen kühlen Kopf. Seit einigen Tagen ist
unsere FU-Fraktion um Anne-Sophie Schmidt und Kirsten Stegemann nun vor
Ort. Man schaut sich um, macht sich mit den Gegebenheiten vertraut und
versucht, von dem Wust an Eindrücken nicht erschlagen zu werden.
Oder Kirsten? „Es ist auf jeden Fall super aufregend, dass mein Kollege
und ich kurz nach der Öffnung im AthletInnen Village waren und
nach und nach die ganzen Nationen und auch das Deutsche Team ankommen.“ AthletInnen Vilage ist
übrigens das, was man von den Olympischen Spielen als „olympisches Dorf“
kennt. Durch die Universiade, also die Weltsportspiele der Studierenden,
wirkt die sowieso schon junge und moderne Stadt Taipeh noch ein kleines
bisschen hipper.

Offiziell ist die Universiade die zweitgrößte Multisportveranstaltung der
Welt. Glaubt man kaum, ist aber so. Alleine die deutsche Delegation
umfasst 183 Personen – Docs, Physios, TrainerInnen, Büroteam (also Kirsten
und ihre Leute). Sonst noch wer? Achja, die SportlerInnen. Unter ihnen und
damit mittendrin im ganzen Spektakel: Anne-Sophie, frisch gebackene
europäische Hochschulmeisterin im Judo (wir berichteten).
Bevor man mit ihr über die Universiade spricht, sollte man Aufregung und
Nervosität erwarten. Mitnichten. Angesprochen auf den Wettkampf klingt das
so: „Es läuft ab wie jede andere Wettkampfvorbereitung auch, am
Trainingsalltag ändert sich nichts, die Key-Facts sind bekannt.“ Na gut,
dann wenigstens gespannt ob der neuen Teamkameraden? „Nicht wirklich, wir
kennen uns aus der Nationalmannschaft.“ Auch gut. Anne-Sophie nimmt es
einfach locker: „Es gibt sicherlich aufgeregtere Menschen als mich.“ Das
würden wir so unterschreiben.
Aber man muss die Aussagen richtig einordnen. Mit Kirsten und Anne-Sophie
schickt die Freie Universität eine große Portion Erfahrung nach Taiwan.
Kirsten war bereits vor zwei Jahren bei der Universiade in Südkorea mit
dabei. Diese Erfahrungen möchte sie auf keinen Fall missen: „Ich kann
deswegen heute viele Aufgaben schneller und präziser erledigen als noch
vor zwei Jahren. Etwa bei der Zimmerverteilung, anfallenden Bettenverlängerungen oder beim
Ergebnisdienst.“ Ja, richtig gelesen. Gerade für einige Basketballer
können die genormten Betten schon mal ein ganzes Stück zu kurz sein. Da
ist dann das gefragt, was man heute wohl Problemlösungskompetenz nennt.
Früher sagte man wohl Erfahrung. Und wir bleiben auch dabei. Die bringen
Anne-Sophie und Kirsten wahrlich zur Genüge mit.

Wir wünschen den beiden sportlich und beruflich eine erfolgreiche Zeit. 

Text: Leon Ratermann

Bilder und Berichte auf den Facebookseiten des UniSport und adh.
Ausführliche Informationen zur Universiade auf der Website des adh.  

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