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Ein Rheinländer in Berlin

Jörg Förster
Jörg Förster
Bildquelle: ZE Hochschulsport http://www.hochschulsport.fu-berlin.de

Seit August 2011 ist der Rheinländer Jörg Förster Leiter der Zentraleinrichtung Hochschulsport der Freien Universität Berlin

Der gelernte Raumausstatter studierte Gestaltungstechnik und Sportwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal und arbeitete nach dem Studium als Lehrer an einer Berufsschule in Köln und bei einem kommerziellen Sportanbieter im Rheinland. Parallel zum Studium absolvierte er diverse Trainerausbildungen im Fitness- und Gesundheitssport, arbeitete in der Sporttherapie mit Patienten, für das Institut für Prävention und Nachsorge (IPN) im Bereich von Gesundheits- und Präventionssport-Veranstaltungen, blickt auf eine umfangreiche Erfahrung als Kursleiter und inzwischen 25 Jahre als Trainer im Volleyball zurück.

2003 wechselte er nach Hamburg in den dortigen Hochschulsport, wo er in Folge für die Arbeitsbereiche Öffentlichkeitsarbeit und Eventorganisation, Wettkampfsport, Spitzensportförderung und den Bereich der Kampfsportarten zuständig war.

In dieser Zeit wurde Hamburg zu dem Best Practice Modell im Bereich der Förderung von studierenden Spitzensportlern. Auch im Wettkampfsport wurde Hamburg zu einem führenden Hochschulsportstandort: Aufgrund erfolgreicher Teilnahmen von Hamburger Studierenden an Europäischen Hochschulmeisterschaften war Hamburg dreimal Sieger im europäischen Leistungsranking des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes.

Vier Jahre lang war Jörg Förster parallel Lehrbeauftragter für „Eventmanagement im Sport“ an der Universität Hamburg. Ergebnis dieser Arbeit ist u.a. ein Buch zum „Eventmanagement und Marketing im Sport“, das er gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger im Erich-Schmidt-Verlag herausgegeben hat und das inzwischen vor der zweiten Auflage steht. Weitere Lehrtätigkeiten an der Macromedia Hochschule Hamburg, der Hochschule Ansbach und für Sportorganisationen folgten. Den Hochschulsport als Lehr- und Lernfeld für fächerübergreifende Kompetenzen auch an der FU zu etablieren ist folgerichtig eines seiner nächsten Ziele.

Zusätzlich engagiert sich Jörg Förster seit Jahren auf nationaler und internationaler Ebene im Volleyballsport - zum Beispiel als Disziplinchef für Hallenvolleyball des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH) und als Technischer Delegierter für Hallenvolleyball des Europäischen Hochschulsportverbandes (EUSA).

Im Europäischen Netzwerk EAS, das sich mit der Förderung der „dualen Karriere“ im Leistungssport und der akademischen Ausbildung befasst, ist Förster deutsches Mitglied des Exekutiv-Komitees. Auch in der ENAS, dem European Network of Academic Sport Services beteiligt er sich an den internationalen Entwicklungsprozessen im Hochschulsport.

Nach 8 Jahren in Hamburg, 25 erfolgreichen Deutschen Hochschulmeisterschaften in 15 Sportarten, der Studierenden-Weltmeisterschaft Beachvolleyball 2008 und der Studierenden-Europameisterschaft Volleyball 2009 stellte das Stellenangebot der Freien Universität dennoch eine so attraktive Herausforderung dar, dass im August 2011 sein Wechsel nach Dahlem erfolgte.

„Den Hochschulsport an der Exzellenz-Hochschule Freie Universität Berlin gemeinsam mit einem engagierten Team weiter entwickeln zu können, war und ist sowohl eine Herausforderung als auch große Chance für beide Seiten. Der Stadtteil gehört sicherlich zu den schönsten in Berlin und daher bin ich froh, diesen Schritt getan zu haben und dankbar für die Unterstützung, die der Hochschulsport von allen anderen Fachabteilungen der Freien Universität bei diesem nachhaltig angelegten Entwicklungsprozess erhält.“

Für seine Arbeit an der Freien Universität pendelt Jörg Förster jedes Wochenende zwischen Berlin und Hamburg, wo seine Familie lebt. Aber die Familie und vor allem die beiden „Nachwuchssportler“ (4+7) haben sich schon an der FU umgeschaut und festgestellt, dass es auch in Berlin schön ist. Der Umzug in die Hauptstadt ist hoffentlich nicht mehr all zu fern...

Eine sportliche Heimat jenseits des Hochschulsports hat er in einem Steglitzer Verein jedenfalls schon gefunden und damit auch einen Kreis geschlossen: Der erste  Spielerpass noch im Besitz von Jörg Förster ist von einem DJK Verein im Rheinland - nun ist er bei einem DJK Verein in Berlin angekommen, in einem Team mit zahlreichen FU Absolventen.... aber das ist eine andere Geschichte.