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EAS Board Meeting in Paris

EAS Board Meeting
EAS Board Members
Bildquelle: privat
EAS auf der Messe
EAs auf der INSEP
Bildquelle: privat

Exekutivkomitee des Europäischen Netzwerkes EAS traf sich am 03./04. Dezember in Paris.

Anlass war die zum 4. Mal veranstaltete Jobbörse des INSEP, bei der sich in diesem Jahr etwa 40 nationale und internationale Unternehmen in der Leichtathletikhalle des INSEP Geländes als potentielle Arbeitgeber für die etwa 870 akkreditierten Kaderathletinnen und Kaderathleten des größten Französischen Trainingszentrum für den Leistungssport präsentierten. Die Mitglieder des EAS Exekutivkomitee hatten nicht nur die Gelegenheit, sich mit Unternehmensvertretern über deren Motivation zur Teilnahme am "4eme Carrefour de la performance" auszutauschen, sondern auch die Möglichkeit, die Netzwerkarbeit den anwesenden Vertretern des Französischen Spitzensports und des Ministeriums vorzustellen und die Perspektiven des Themas "Dual Career" (im weiteren DC) im europäischen Kontext zu illustrieren.

Grund für das Treffen war natürlich auch, die Arbeit nach der gelungenen EAS-KONFERENZ im September in Riga weiter fort zu führen. Dort hatte Bart Ooijens als Vertreter der EU-SPORT-UNITdeutlich gemacht, dass nach der erfolgreichen Mitarbeit von EAS Vertretern am A2B Projekt durch Guy Taylor, Bengt Nybelius, Tibor Koszla und Jörg Förster das Netzwerk als Expertengruppe für Fragen der DC bei der EU-SPORT-UNIT große Akzeptanz genießt. Man erwartet, dass EAS im Kontext des bereits verabschiedeten TOPICS für den kommenden EU Haushalt ein eigenes Projekt initiiert und die vorhandene Expertise zielgerichtet weiter einbringt. Daher hat EAS auch Beobachterstatus  für die Arbeit der Expert-Group-Education-and-Training-in-Sport erhalten, in der die GUIDELINES für die DC weiter zu konkreten Empfehlungen für die Regierungen der Mitgliedsstaaten ausformuliert werden sollen. Guy Taylor (TASS, GBR) hat zudem den Vorsitz in diesem Gremium.

Am zweiten Tag informierte EAS Präsident Dr. Tibor Koszla (Semmelweiss Universität Budapest, HUN) zunächst über die in der Zwischenzeit wahrgenommenen Termine. 

EAS wurde durch ihn und Guy Taylor beim EU Sports Forum im September in Nicosia (CYP) vertreten und ebenfalls im September beim Treffen der Expert-Group-Education-and-Training-in-Sport in Poznan (POL). Anlässlich eines Besuches in Aserbeidschan durch eine Regierungsdelegation aus Ungarn, hatte Dr. Kozsla zudem die Möglichkeit mit FISU Vertretern über die Einbeziehung von EAS in die FISU Konferenz anlässlich der Universiade in Kazan zu beraten. Dort wird eines der Topics "Dual career issues for student athletes" sein und verschiedene EAS Angehörige werden als Mitglieder der jeweiligen nationalen Delegationen ohnehin vor Ort sein.

Am 21. November folgte das Seminar "Sport-University-Labour Market" in Warschau, wo Experten für DC aus verschieden Institutionen in Europa auf die Stakeholder des Polnischen Leistungssport Systems trafen. Mit großem Interesse wurde dort die Netzwerkarbeit registriert und so dürften bald auch polnische Bildungseinrichtungen unter den Mitgliedern zu finden sein. 

Als Fazit des Jahres 2012 bleibt festzuhalten, dass das Thema ist auf der Europäischen Ebene angekommen ist und über alle Mitgliedsstaaten hinweg große Aufmerksamkeit genießt. Dazu beigetragen haben der A2B Abschlussbericht und natürlich auch die olympischen Spiele in London, in deren Kontext die Athleten an verschiedensten Stellen ihre Unterstützungsbedarfe formuliert haben. Selbst in Asien wird EAS inzwischen hinsichtlich der besonderen Expertise registriert, und so ließen sich die Spitzensport-Verantwortlichen von Taiwan anlässlich des Besuches einer ungarischen Delegation ebenfalls umfangreich zu Fragen der Dualen Karriere informieren.

Im Anschluss an die Besprechung der Chancen und Möglichkeiten aus all diesen Initiativen, diskutierte und beschloss das EC, im Gedenken an den leider im letzten Jahr überraschend verstorbenen Spiritus Rectus Bengt Nybelius (Darlarna Universität, SWE) in Zukunft jährlich auf der Mitgliederkonferenz einen Preis für eine herausragende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Duale Karriere" zu vergeben. Kriterien und Bedingungen dafür werden Anfang 2013 auf der EAS Webseite veröffentlicht.

Die Webseite www.dualcareer.eu hat einen intensiven Relaunch erfahren und soll in Zukunft noch mehr Informationen zum Thema für die Mitglieder und Interessierte bieten. Gleichzeitig sollen die Mitglieder motiviert werden "best practice storys" dort selber zu präsentieren und so nicht nur Werbung für die eigenen Projekte zu treiben, sondern auch Anregungen für die Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen zu geben. 

Das EC bedankte sich vor allem bei Abby Forman vom TASS Office in Newcastle (GBR), die an diesem Projekt mit großem Engagement arbeitet. Nächster Schritt soll eine Matrix sein, in der Projekte zur DC nach einheitlichen Items erfasst werden sollen, um sie vergleichbar zu machen. Die Informationen der entstehenden Datenbank sollen dann in kommende Projekte einfließen. Auch die weiteren Schritte der Öffentlichkeitsarbeit wurden in diesem Kontext besprochen, denn das Netzwerk hat natürlich das Ziel systematisch zu wachsen. Die Deutschen Hochschulsporteinrichtungen, die sich zum Beispiel im Rahmen des Projektes "Partnerhochschulen des Spitzensports" für ihre studierenden SpitzensportlerInnen einsetzen, haben hier die Möglichkeit, sich international zu vernetzen und von dem intensiven Austausch zu profitieren. 

Abschließend wurden die Rahmenbedingungen für die zukünftig immer im April/Mai geplanten Study Visits und die Ausschreibung der nächsten Konferenz im September 2013, für die es zwei Bewerber-Hochschulen gibt, besprochen und beschlossen.

Zwei Tage intensiver Arbeit gingen viel zu rasch vorbei. Der weitere Austausch wird wieder über Email, Twitter etc. stattfinden, die natürlich den direkten Austausch nur begrenzt ersetzen können. Mit Dank an die beiden Gastgeberinnen vom INSEP Veronique Leseur und Patricia Vandewalle verabschiedeten sich die EC Mitglieder am Nachmittag und verteilten sich via INSEP Shuttle auf die Terminals des gigantischen Flughafens Charles de Gaules, um ihre Heimflüge anzutreten.