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Hello from London!

Eva Schubert in London
Eva Schubert in London
Bildquelle: ZEH

Mehr als die Hälfte meines Englandaufenthaltes ist nun schon vorbei. Unglaublich, dass es in zehn Tagen schon wieder heißt: Farewell beloved Kingdom.

Aber erst einmal von vorne. Mitte Januar kam ich mit einer Gruppe von 23 anderen Berufsschülern des OSZ Handel 1 in Berlin nach London, um hier eine Woche Sprachschule und drei Wochen Praktikum in einem Betrieb zu absolvieren. In der Sprachschule konnten wir noch allerhand neues Lernen, wurden nach einem Einstufungstest in verschiedene Klassen eingeteilt. Je nach „Level“ wurden die Schwerpunkte unterschiedlich gelegt, in meinem Fall ging es hauptsächlich um das Sprechen selber und den Wortschatz. Die erste Woche ging sehr schnell vorbei und schon hieß es Abschied nehmen vom alltäglichen Wiedersehen der Mitschüler aus Deutschland.

Am Montag ging es dann in die Praktikumsbetriebe, nachdem wir uns in der Woche zuvor dort schon einmal vorgestellt hatten und einen ersten Eindruck gewinnen konnten.
Mein Praktikumsplatz ist in einer Reiseagentur, welche sich auf Mauritius spezialisiert hat, da die Mitarbeiter alle aus Mauritius kommen. Mir wurden erste Aufgaben übergeben und so konnte ich direkt anfangen, mich nützlich zu machen. Meine Chefin und deren Familie, welche alle auch bei der Agentur arbeiten, waren zunächst ab Dienstag auf Mauritius, um etwas Urlaub zu machen und die Partnerhotels vor Ort anzuschauen. Das ist der Grund, weshalb die zurückgebliebene Kollegin froh war, jemanden zu haben der ihr administrative Arbeit abnehmen kann. Ich freue mich, dass ich mich nützlich machen kann und meine Hilfe auch gebraucht wird.

Aber nicht nur inhaltlich konnte ich schon einiges dazu lernen. In Gesprächen mit meinen deutschen „Mitpraktikanten“ stellte sich heraus, dass die Arbeitsweise der Briten doch deutlich entspannter ist. Arbeitszeiten werden nicht ganz so eng gesehen, in der Ruhe liegt die Kraft. So höre ich auch oft meine Kollegin sagen: „Ich habe so viel zu tun!“, aber dann telefoniert sie sehr viel und geht äußerst gerne Kaffee beim Supermarkt nebenan holen. Aber es scheint so zu funktionieren.

Es ist eine tolle Erfahrung, in den Arbeitsalltag eines anderen Landes hineinblicken zu können und zu sehen, dass es kulturell wie auch im Beruflichen einige Unterschiede zu Deutschland zu erkennen sind – trotz der nicht allzu weiten (geografischen) Entfernung.
Das Leben wuselt in der Stadt an allen Ecken und Enden, selbst für uns aus Berlin ist das immer wieder ein Grund zum Staunen. Ich freue mich sehr auf die verbleibende Zeit und genieße es sehr, all diese Erfahrungen machen zu können.

In dem Zuge möchte ich auch der Ausbildungsleitung der FU Berlin danken, welche mich finanziell unterstützt und mir somit das Auslandspraktikum ermöglicht hat.